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Ansprechpartner

Herr Klaus Vielberg

Tel. 02938-3618

Vielberg@drk-ense.de

Schnelleinsatzgruppe (SEG)

(SEG-San) Schnelleinsatzgruppe (MANV-San Gruppe) Massen Anfall von Verletzten

Unter einer Schnelleinsatzgruppe - abgekürzt SEG - versteht man eine Gruppe aus medizinisch und / oder technisch ausgebildeten Einsatzkräften. Diese Gruppen unterstützen den Rettungsdienst bei größeren Schadensfällen und bei einem Massenanfall von Verletzten und schließen dabei die Lücke zwischen Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Heute heißen diese Gruppen auch MANV – San Gruppen. Die Notwendigkeit der Gründung solcher Gruppen, ergab sich aus der Struktur des Rettungsdienstes. Der Rettungsdienst ist primär auf Individualnotfälle ausgerichtet, bei größeren Schadensfällen ist bis in die frühen 90ziger Jahre oftmals eine Versorgungslücke aufgetreten, da Einheiten des Katastrophenschutzes für die Rettungsdienstunterstützung zu groß und träge waren. Ab ca. 1988 wurden in Deutschland daher oftmals aus den Katastrophenschutzverbänden kleine flexible Einheiten gebildet, welche in der Lage sind, den Rettungsdienst Tag und Nacht schnell und effektiv zu unterstützen.

Auf Nachfrage der Feuerwehr Ense bildete 1998 das DRK Ense eben eine solche Schnelleinsatz-gruppe, um Feuerwehr und oder Rettungsdienst zu unterstützen.

Schnelleinsatzgruppe–Sanitätsdienst, abgekürzt – SEG-San, ist wie das Wort bereits sagt, eine mit medizinisch ausgebildetem Personal und entsprechendem Material ausgestattete Einheit, die in der Regel in kürzester Zeit (5 – 15 min) als kleine, zügige Einheit bestimmte Aufgaben im Bereich der medizinischen Hilfeleistung wahrnehmen kann.

Schnelleinsatzgruppen können z.B. im Rahmen der Alarm- und Ausrücke Ordnungen (AAO) der Städte und Gemeinden bei Brandeinsätzen, Verkehrsunfällen, Evakuierungen usw., zur Übernahme und Versorgung von Verletzten oder Betroffenen, sowie zur Sicherung der Einsatzkräfte alarmiert werden. Ebenso haben die Rettungsdienste bzw. die Kreis- od. Rettungsleitstellen die Möglichkeit, die SEG´ en im Rahmen eines MANV (Massenanfall von Verletzten) oder bei Großschadenslagen einzusetzen. So verfügen die meisten Schnelleinsatzgruppen doch in der Regel über ein oder mehr Krankentransportwagen (KTW), oder Rettungstransportwagen (RTW) und reichlich Material zur Versorgung von Verletzten oder Betroffenen.

Das DRK Ense nimmt vorrangig die Aufgaben im Rahmen der AAO der Gemeinde Ense wahr und seit dem 15. Januar 2005, ist die Gruppe auch in der Gemeinde Möhnesee in der AAO für den Bereich Günne und Delecke zuständig. Was den MANV angeht, für die gesamte Gemeinde Möhnesee.

Seit 1998 wurden 287 Einsätze (Stand: 29.09.2013) absolviert, wobei in den letzten 3 Jahren ein Anstieg der Einsatzzahlen bis zu 30 % zu verzeichnen ist. Bei den meisten Alarmierungen handelte es sich um Brandeinsätze und zunehmend mehr Rettungsdienstunterstützungen z.B. bei MANV Lagen und Verkehrsunfällen. Auch Betreuungslagen bei Bombenfunden in Soest, Osnabrück und Dortmund, gehörten zu den Alarmierungen. Seit dem Jahr 2000 unterstützt die SEG Ense auch die eigene Rettungshundestaffel Hellweg mit Führungskräften und Helfern, um nach vermissten Personen zu suchen.

Das MANV System sieht bei Großschadenslagen selbstverständlich auch den Transport der Verletzten vor. Bei einer hohen Anzahl von Verletzten oder Erkrankten (z.B. Noro Virus), kann dies kein Rettungsdienst allein durchführen. Für diese Zwecke halten die Behörden den sogenannten Patiententransportzug, kurz –PTZ- in ihren Kreisen od. Kreisfreien Städten vor. Dieser aus Fahrzeugen in Regel der Hilfsorganisation gestellte Verband, fügt sich aus 4 Rettungstransportwagen, 4 Krankentransportwagen, einem Einsatzleitwagen und einem Führungsfahrzeug zusammen. Das DRK Ense stellt hier einen Rettungstransportwagen.

Das Personal der SEG-San des DRK Ense besteht aus 36 Mitgliedern, wovon 22 mit digitalen Meldeempfängern (DME) ausgestattet sind. Seit Ende 2005 wird per SMS Meldung mit der Feuerwehr Ense auch das DRK mit alarmiert.

In den vergangenen Jahren haben sich die Helferinnen und Helfer in vielen Stunden fortgebildet. So haben sie die Ausbildung und Prüfung zum Rettungshelfer, zum Rettungssanitäter oder gar zum Rettungsassistenten ehrenamtlich absolviert. Auch stellt das DRK Ense viele Führungskräfte, darunter 2 Verbands/Zugführer, 3 Zugführer und 5 Gruppenführer. Das DRK Ense hat rein ehrenamtliche Helfer mit zurzeit folgendem Ausbildungsstand:

13 Sanitäter; 12 Rettungshelfer; 6 Rettungssanitäter; 4 Rettungsassistenten und 1 NA/LNA

Unterstützt werden kann die Gruppe noch, von den Mitgliedern der Rettungshundestaffel Hellweg. Diese Helferinnen und Helfer sind durch das DRK Ense zum Sanitäter ausgebildet worden und werden den Erfordernissen nach bei entsprechenden Lagen der SEG unterstellt.

Wichtig in der Arbeit sind die regelmäßig am Montag stattfindenden Ausbildungsabende, die das Erlernte vertiefen. Gern sehen wir Interessierte, die sich diese interessante Arbeit vorstellen können.

Stand: September 2013

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